Ruhe im Advent

Ihr Lieben,

hier ist es im Moment ganz ruhig – und das gehört wohl einfach in diese Jahreszeit: Ruhigwerden, die trüb-dunklen Tage miteinander (und oft zuhause) verbringen, den Laptop nicht ins Zentrum stellen, sondern lieber die Krippe. In den letzten Wochen sind wir wieder ganz schön erkältungsgeplagt. Hartnäckig folgt ein fieser Infekt auf den nächsten. Das schlaucht und erinnert gleichzeitig sehr deutlich an die Notwendigkeit, wirklich ruhige Tage zu verbringen, damit die Kraftreserven nicht schon vor Weihnachten aufgebraucht sind.

Auf vielen Blogs gibt es adventliche Artikel, viele erzählen von den Vorbereitungen fürs Festtagsmahl, von Lichterketten und Dekoration. Bei uns ist bis auf die Adventskalender, die ersten Hirten an der Krippe und vier kleine Kerzen auf dem Tisch irgendwie noch alles ungeschmückt. Und irgendwie passt das auch so für uns. Ich nehme mir Zeit, ein paar Weihnachtskarten zu schreiben, wir blättern durch Fotos des vergangenen Jahres, basteln und packen ein. Wenn die Kinder abends zur Ruhe gekommen sind, haben wir Zeit zum Erzählen, und nebenbei werden die Kleinigkeiten fertig, die sich noch per Post auf den Weg machen sollen. Ich bin spät dran, wie jedes Jahr. Aber: Warum auch nicht? Ist Weihnachten denn an Heiligabend vorbei? Für uns beginnt die Weihnachtszeit erst – und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Freude über kleine Geschenke auch „zwischen den Jahren“ noch groß sein wird. (Unter uns Eltern gesprochen: Wen freut es nicht, wenn die Geschenke so nach und nach ankommen und die Kinder dann auch wirklich einen Blick dafür haben? Geschenkefülle unter dem Tannenbaum ist doch wirklich nicht wesentlich.)

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Der große Adventsstress ist bei uns deswegen bisher ausgeblieben. Ein bisschen haben wir gebacken, ein bisschen gebastelt, ein bisschen gesungen. Wir sind auch viel ins Gespräch gekommen, über die noch leere Krippe und den, dessen Geburtstag wir in einigen Tagen feiern. Bei uns herrscht das übliche Chaos, auch wenn wir immer wieder versuchen, an einigen Orten Ordnung zu schaffen – und ich bin da wirklich zuversichtlich: An Heiligabend wird es weihnachtlich sein. Die allgegenwärtigen Stapel reduzieren wir, wenigstens für den Moment – und wenn sie nur hinter zwei großen Schranktüren verschwinden – und genießen die Zeit, die wir an den Feiertagen miteinander haben, trotz Frühschichten.

Insofern kamen die ganzen ekligen Erkältungsviren vielleicht auch als Hinweis gegen das vorweihnachtliche Stress-Programm. Advent ist ein Weg – kein Ziel, so formuliert es Daniela und trifft damit den Punkt, finde ich. Wichtige Impulse habe ich auch im schönstättischen Ehepaar-Newsletter gefunden, den ihr hier (oder hier) nachlesen könnt. Damit Weihnachten eine fröhliche Zeit wird, der Trubel ein wohltuender ist und wir einander im Lichtertreiben nicht aus den Augen verlieren, dürfen wir selbst die Geschwindigkeit herausnehmen und Ruhepausen einlegen, ja, auch das Onlineleben auf stand-by schieben.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch eine ruhige Adventswoche, eine vorfreudige Zeit des Wartens und gesegnete Weihnachten.

 

Eure Nadine

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