Einfach Weihnachten

Während draußen der fast schon traditionelle Regen zur Weihnachtszeit beginnt, lade ich euch ein zu einem letzten Wiederlesen hier auf dem Blog. Ich habe mir in diesem Jahr gegönnt, einfach dann zu schreiben, wann es passt und gut tut, auch wenn das für euch Unregelmäßigkeit bedeutet. Unser Advent war ruhig und ziemlich alltäglich – hier finden sich noch keine größeren Dekorationen, die Krippe bauen wir erst am Wochenende auf und auf einen Baum verzichten wir in diesem Jahr wohl ganz (nicht aber auf Tannengrün und -schmücken). Noch stapeln sich an allen Orten Kinderbücher, Spielzeuge und Liegengebliebenes, die so nach und nach zur Seite (bestenfalls an ihre jeweils angestammten Plätze) gedrängt werden, um Raum zu machen für Weihnachten.

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Weihnachten.

„Ich kann es nicht mehr erwarten!“, sagt unser großer Junge und zählt die Nächte, die ihn noch vom Heiligabend trennen. Gerade planen wir noch eine Plätzchenbackzeit und für den 24. auch das Krippenspiel ein, aber diese Pläne sind nicht in Stein gemeißelt. Unsere Pläne sollen nicht dem Hier und Jetzt im Weg stehen. In dem ein oder anderen Jahr haben wir zugunsten von bitter nötigem Mittagsschlaf auf das Krippenspiel verzichtet und Weihnachten wurde es doch.

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Oder gestern: Unser Plan war, mit den Kindern – wir vier alle – eine gute Zeit in Gemeinschaft und auch mit Gebetszeit zu haben. Ziemlich in Hab-Acht-Stellung saßen wir in der Kapelle und versuchten anzukommen, an diesem Ort des Ruhigwerdens. Beim ersten Lied dann war ich ganz da. Und auch unsere Kinder genossen das Singen, klatschten mit und lächelten. Und etwa dreißig Sekunden später war die Ruhezeit für unseren Kleinen dann auch schon vorbei. Was ist schon ein Plan gegen das Temperament eines Zweijährigen! Und doch: Es war eine gute Zeit, in Gebet und Gemeinschaft, und miteinander als Familie. Wenn ich eins lernen darf beim Blick auf die Krippe, dann ist es wohl Einfachheit. Meine Ansprüche nicht zu ernst zu nehmen, die Listen Listen sein zu lassen und stattdessen den Moment einzuatmen. Da, in dieser Kapelle, für einen Moment zusammen Advent zu feiern.

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Unsere Kinder sind darin wohl Meister, ganz da zu sein. Ganz Ohr, ganz Auge, ganz Erwartung zu sein. Und wir können es lernen, wieder erlernen, von ihnen und beim Loslassen von all dem, was unsere Köpfe voll und manchmal schwer macht, jetzt kurz vor Weihnachten und auch an allen anderen Tagen im Jahr.

Das wünsche ich euch für die nächsten Tage, dass der Moment euch ruhig werden lässt und das Vorher und Nachher kurze Zeit schweigt.
Gesegnete Weihnachten!

 

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N U R    H E U T E

Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? […] Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht. Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben. Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen.

Aus dem Evangelium nach Matthäus, Kapitel 6

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